Hilda Rubin - Dell`Olivo

Kunstmalerin und Vers - Gestalterin

1924 - 2011
 

Schon während ihrer Schulzeit zeichnete und malte Hilda Dell`Olivo mit sehr grosser Begeisterung. Ihr Sekundarschullehrer Dr. Leo Broder regte sie an, eine Kunstgewerbeschule zu besuchen. Ja, er hatte schon eine gefunden, welche Hilda aufgenommen hätte.  Das war noch in den Dreissigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Ihre Eltern aber hatten sehr grosse Bedenken, ihre junge Tochter fernab von zuhause in eine Kunstschule zu schicken. So wurde sie Sekretärin in einem Grossbetrieb. In diesem Betrieb fand sie dann aber doch noch ihren Lehrmeister, welcher sie richtig in das Bildermalen einführte.

So malte sie dann in der Freizeit Blumenbilder und Landschaftsbilder. Die Bilder malte sie sehr getreu und ausdrucksstark, sie holte dann, wenn man so sagen darf ihren Lehrmeister ein. Die Landschaftsbilder malte sie im Freien, vor Ort. Das gab sie dann leider auf, weil, wie sie einmal erzählte, sich immer sehr viele schaulustige Passanten einfanden. Das habe sie bei ihrer Arbeit gehindert. Dass sich Hilda Dell`Olivo durch den regen Verkauf ihrer Bilder so ihre Aussteuer quasi ermalte sei nur nebenbei erwähnt.

 
Schloss Grünenstein

Blumenstrauss

Schollenhütte im Riet
 

Nach der Familiengründung wurde das Malen sehr wichtig für den Lebenserwerb. Sie stellte ihre Bilder mit den Möbeln aus der Werkstatt von Ehemann Hans Rubin an Gewerbeausstellungen aus, um sie zu verkaufen. Dann bemalte sie neben Haus - und Büroarbeit sehr viele Schränke und andere Gebrauchsgegenstände aus der Rubin - Werkstatt. Diese Möbel waren sehr erfolgreich.

 
Blumenbild

Blumenbild

Blumenbild
 
Zeitschriftenständer

Truhe

Flurschränkli
 

Später wurden die von Hilda Rubin bemalten Schränke immer weniger. An deren Stelle traten dann die Intarsienschränke von Hans Rubin. Hilda Rubin - Dell`Olivo begann Gedichte zu schreiben, welche in zwei Bändchen im Selbstverlag herauskamen. Das Erste wurde noch von ihrem Ehemann Hans Rubin mit Holzschnitten illustriert. Für das zweite Büchlein begann Hilda Rubin wieder zu malen, diesmal aber mit der Aquarelltechnik. 

 

Zeichnungsstudie

Aquarell Krokusse

Aquarell Tulpen      
 

Vorwort

"Kunst gibt nicht Sichtbares wieder, sondern macht sichtbar" Paul Klee mag dieses Wort wohl auf die darstellende Kunst bezogen haben; es gilt ebenso für die Kunst des Wortes.                  Alle die Bilder  aus den Gedichten dieses Bändchens kennen wir: Blumen und Jahreszeiten, Nebel, Föhn, Heimweh, Glück und Tod. Und doch sagen sie in den knappen Gedichten Hildegard Rubins mehr, viel mehr, als unsere vordergründige Erfahrung weiss. Unnennbares, Gefühltes wird von der reich Begabten gesagt auf eine Weise, dass der Mitfühlende betroffen staunt: So hätte ich es auch ausdrücken wollen, gerade so!                                                        Die Kunst, gefühlshaft Erlebtem Worte zu geben, es damit auch denkbar zu machen, ist die Gnade der Dichterin. Klarheit und Magie zugleich heben das Wort aus dem Alltag und geben ihm Einmaligkeit.                                                                                                                        Hildegard Rubin - Dell`Olivo wollte, wie fast alle Lyriker, ihre Gedichte als ihr Persönlichstes für sich behalten. Dass sie nun doch für andere Menschen geöffnet sind, bedeutet Glück und Bereicherung, für die Autorin aber auch eine Art Abschied. Ihre Poesie geht, wie ein erwachsen gewordenes Kind, aus dem Hause und sucht ihren Weg. Sie hofft auf Begegnung. Sie wird sich, echt und stark, behaupten.                                                                                     Prof. Wolfgang Weber

Zum Buch

Die beiden Büchlein
 
Schrankfüllung transparent bemalt

Frontstück

Gampiross für die Enkel
 

Zuletzt einige Beispiele aus der Spätphase von Hilda Rubins Malkunst. Das besondere Merkmal ist die transparente Art der Malerei, das Holz schimmert durch die Farben hindurch. So entsteht eine eigentümliche Symbiose zwischen der Malerei und dem Holz.

 
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